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Seit Tagen beschäftigen sich die Medien mit dem Schiffsunglück vor Italien. Neben immer neuen Bildern von den Rettungsarbeiten auf der Costa Concordia hören wir auch immer wieder Einzelschicksale von Überlebenden. Nun wird in diesem Zusammenhang auch die deutsche Bahn kritisiert, denn sie hat einem Ehepaar, das von der Costa Concordia kam die Mitfahrt verweigert.
Das Paar kam nach einer wahren Odyssee mit dem Reisebus in Frankfurt an. Dort wollten sie in den Zug steigen um endlich zuhause anzukommen. Nur leider hatten sie ihre Bahntickets, ihre Wertsachen und auch das meiste Geld bei der Havarie der Costa Concordia verloren. Die Bahnmitarbeiter ließen sich nicht erweichen und das Ehepaar einfach am Bahnhof stehen. Absolut übernächtigt und in Hausschuhen mussten sie ihren Sohn anrufen, der sie schließlich in Frankfurt abholte.
Die Bahn wird nun von allen Seiten bombardiert. Von der menschlichen Seite her, natürlich absolut zurecht. Aber auf der anderen Seite würden sicherlich einige von uns ebenso reagieren, wenn jemand um eine kostenlose Fahrt bittet und sagt, dass er gerade mit einem Kreuzfahrtschiff untergegangen ist. Muss man hier nicht eher den Veranstalter und die Verantwortlichen die Schuld geben, da sie die Rückreise ja eigentlich hätten organisieren müssen. Man hätte ja der Bahn zum Beispiel Bescheid geben könne oder Ähnliches…

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Es ist schon interessant wie sich in Deutschland das Motzen auf die Deutsche Bahn eingebürgert hat. Wir wollen an dieser Stelle gar nicht sagen, dass die Bahn supertoll oder perfekt ist, aber irgendwie ist Draufhauen auf die Deutsche Bahn zum Volkssport geworden. So hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in seinem „Bahntest 2011“ durchaus zum Teil gute Noten für die Bahn ergeben und die meisten Medien erwähnen diese nicht einmal.
Stattdessen lauten die Überschriften „Deutsche Bahn: Schmutzig und unpünktlich“. Ja, die Studie hat auch einige Mängel zu Tage gebracht, jedoch zeigte sich die Mehrheit der Befragten durchaus einigermaßen zufrieden mit der Deutschen Bahn. Die Freundlichkeit und Kompetenz der Zugbegleiter wurde mit einer Note von 2,1 bewertet. Die Ausstattung der Züge wurde ebenfalls meist gut bewertet. Die ICEs erhielten eine Gesamtnote von 2,2.
Nur bei den ICs gab es hier und da schlechte Bewertungen, denn es handelt sich hierbei auch um alte Züge, die die Bahn nach und nach ersetzen will. Vor allem die Sauberkeit der Toiletten wurde bemängelt.
In Sachen Pünktlichkeit ergab die Studie, dass an die 70 Prozent aller Fernzüge pünktlich waren. 32,8 Prozent hatte eine Verspätung von sechs Minuten oder mehr. Am schlimmsten fanden die Kunden dabei, dass die Informationen dazu zu dürftig waren. In 40 Prozent aller Fälle gab es gar keine Begründung, daher schnitten die Fahrplanabweichungen mit einer Note von 3,2 nicht ganz so gut ab. Nachholbedarf besteht hier sicherlich, nur muss man ab und an Situationen auch vielschichtig bewerten…

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Vor einigen Wochen hatten wir euch an dieser Stelle bereist berichtet, dass ein ICE auf dem Weg von Hannover nach Berlin einfach seinen Halt in Wolfsburg verpasst hatte. Dies ist nun erneut passiert und war offenbar auch nicht der einzige Fall!
Auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin werden seit Monaten Bauarbeiten durchgeführt, weshalb die Fahrpläne häufiger wechseln. Dies bringt wohl auch die Zugfahrer aus dem Konzept, denn der Lokführer übersah im Juni Wolfsburg einfach, weil der Halt auf seinem Plan versehentlich gestrichen worden war.
Auch am Montag verpasste erneut ein Zug Wolfsburg und die Passagiere mussten in Stendal umsteigen. Hier hielt der Zugführer einen Fahrplan in Händen, der erst ab August gültig war. Zudem hatte auch das Signal in Wolfsburg bereits auf Weiterfahrt geschaltet. Aus dem selben Grund hatte auch vor einigen Tagen der ICE aus München den Halt in Celle verpasst. Was für ein Durcheinander!

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In Zügen ist in den letzten Jahren ein eindeutiger Trend zu erkennen: Die meisten entscheiden sich für einen Sitzplatz in einem Großraumwagen. Nur wenige wollen noch in einem Abteil Platz nehmen. Dies weiß auch die Deutsche Bahn und wird in Zukunft ganz auf die Abteile verzichten.
In den letzten 20 Jahren ist die Nachfrage nach Abteilplätzen um gut die Hälfte gesunken. Vor allem Dienstreisende, ältere Menschen und größere Familien entscheiden sich immer noch für das Abteil. Diese müssen sich in Zukunft wohl auch an die Großraumwagen gewöhnen.
So verriet die Deutsche Bahn, dass die neue Generation der Fernzüge, die sogenannten ICx keine Abteile mehr haben werden. Diese neuen Züge sollen ab 2016 fahren und nach und nach die Intercitys und ICEs ablösen.
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