Zwischen Paris und München bzw. Stuttgart fährt viermal täglich jeweils hin und zurück ein Schnellzug. Fahrgäste auf dieser Strecke müssen seit vergangenem Wochenende mit einer 20 Minuten längeren Fahrt rechnen.
Grund dafür sind natürlich, wie sollte es auch anders sein, mal wieder Bauarbeiten. Die Eisenbahnbrücke bei Kehl über den Rhein wird bis zum 10. Oktober gesperrt bleiben. Die Brücke aus dem Jahr 1956 bestand nur aus einer Spur, auf der die Züge lediglich 70 km/h fahren durften.
Erst im März war sie durch eine neue Brücke ersetzt worden, die nun in die endgültige Position gerückt werden muss. Bis Mitte Dezember soll dann außerdem eine zweite Fahrspur folgen, auf der dann 120 km/h gefahren werden darf.
Bis Oktober bleibt die Strecke also auf jeden Fall noch zu. Züge, meist ICE und der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV, werden bis dahin über Forbach und Saarbrücken umgeleitet, was die um 20 Minuten längere Fahrtzeit erklärt.
Bei so manch einem Bahnfahrer sind die Faltplanhefte „Städteverbindungen“ sehr beliebt. Sie zeigen die wichtigsten Hin- und Rückfahrverbindungen für rund 140 Städte an. Im Dezember letzten Jahres verlangte die Bahn für die Hefte einen Euro am Schalter. Nun teilte ein Sprecher mit, dass dies so bleiben werde.
Viele hatten gehofft, dass die Hefte wieder kostenlos zu haben sein würden. Die Bahn wolle mit dem Preis von einem Euro etwas für die Umwelt tun, denn alle Einnahmen fließen komplett an ein Waldprojekt, wovon im Herbst Bäume gepflanzt werden. Die Faltpläne würden Millionen Tonnen Papier schlucken und viele Fahrgäste schmeißen die Pläne schnell wieder weg.
Naja, erst will man sich ja über den Preis aufregen, aber bei solch einer Idee werden die meisten es dann doch einsehen. Die Zielortzettel und die faltbaren Streckenfahrpläne gibt es übrigens weiterhin kostenlos.
Meine letzte Reise mit der Bahn liegt noch nicht lange zurück. Ich bin mit meinem Mann, meinem einjährigem Sohn und einer Menge Gepäck von Hann.Münden nach Hannover Flughafen gereist.
Wir haben ein Angebot der Deutschen Bahn in Anspruch genommen, das sogenannte Niedersachsen Ticket. Es ist eine preisgünstige Alternative. Der Nachteil hierbei ist, man darf nur in den sogenannten Nahverkehrszügen reisen. Dieses bedeutet, häufiges Umsteigen, lange Fahrzeiten, da der Zug an allen kleineren Bahnhöfen hält. Leider hatte die Servicekraft am Bahnhofsschalter vergessen dies zu erwähnen und uns einen Fahrplan ausgedruckt, der für uns gar nicht relevant war.
Das sorgte für einige Verwirrung beim Umsteigen in Göttingen, als uns ein netter Bahnangestellte mitteilte das wir den Inter City nach Hannover mit unserem Ticket nicht benutzen dürfen sondern auf den RE ausweichen müssen. Netter weise half er uns eine neue Verbindung raus zu suchen damit wir schnellstmöglich zum Flughafen nach Hannover kommen wo unser Flieger auf die Kanaren startete.
Feststellen mussten wir das auf allen Bahnhöfen an denen wir ankamen absolutes Rauchverbot herrschte. Ausgenommen einigen markierten Raucherbereichen. Für die Bediensteten der Deutschen Bahn scheint dies aber nicht zu gelten, denn diese stehen fröhlich rauchend auf den Bahngleisen.
Die Schaffner waren alle anstandslos freundlich und hatten die Zeit eine kleine Unterhaltung mit unserem aufgeregten Sohn zu halten. Sie hatten ein offenes Ohr für Fragen und halfen gerne weiter.
Auch die Pünktlichkeit war nicht zu beanstanden, die Züge fuhren auf die Minute genau, nach Fahrplan angaben, los. Gut das wir nicht den ICE genommen haben, der hatte nämlich laut Ansage am Bahnhof etwa 30 Minuten Verspätung.
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