Ältere Menschen, Verletzte oder solche, die in Rollstühlen sitzen, haben an einigen Bahnhöfen in Deutschland immer noch ganz schön zu kämpfen. Viele Stufen und ein hektisches Treiben kennzeichnen unsere Bahnhöfe. In den letzten Jahren hat die Bahn jedoch viel Geld in den Ausbau der Bahnhöfe gesteckt. Neben digitalen Anzeigetafeln oder Wetterschutzhäuschen wurden auch behindertengerechte Umbauten durchgeführt.
Leider ist dies noch nicht an allen Bahnhöfen geschehen, weshalb die Deutsche Bahn nun darauf hinweist, wie sich Betroffene im Vorfeld informieren können. Die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn ist unter der Telefonnummer 0180/551 25 12 zu erreichen. Dort erfährt man unter anderem, wie die Umstände für Rollstuhlfahrer an den entsprechenden Bahnhöfen sind.
Zudem wird Auskunft darüber gegeben, ob Personal vor Ort ist, das beim Ein- und Aussteigen helfen kann. Informativ sei auch die Website bahnhof.de, wo angezeigt wird, welche Bahnhöfe viele, wenige oder gar keine Wege mit Stufen haben. Aktuell seien 3.800 von gut 5.400 Bahnhöfen und Haltepunkten in Deutschland immerhin teilweise ohne Stufen.
Seit Tagen beschäftigen sich die Medien mit dem Schiffsunglück vor Italien. Neben immer neuen Bildern von den Rettungsarbeiten auf der Costa Concordia hören wir auch immer wieder Einzelschicksale von Überlebenden. Nun wird in diesem Zusammenhang auch die deutsche Bahn kritisiert, denn sie hat einem Ehepaar, das von der Costa Concordia kam die Mitfahrt verweigert.
Das Paar kam nach einer wahren Odyssee mit dem Reisebus in Frankfurt an. Dort wollten sie in den Zug steigen um endlich zuhause anzukommen. Nur leider hatten sie ihre Bahntickets, ihre Wertsachen und auch das meiste Geld bei der Havarie der Costa Concordia verloren. Die Bahnmitarbeiter ließen sich nicht erweichen und das Ehepaar einfach am Bahnhof stehen. Absolut übernächtigt und in Hausschuhen mussten sie ihren Sohn anrufen, der sie schließlich in Frankfurt abholte.
Die Bahn wird nun von allen Seiten bombardiert. Von der menschlichen Seite her, natürlich absolut zurecht. Aber auf der anderen Seite würden sicherlich einige von uns ebenso reagieren, wenn jemand um eine kostenlose Fahrt bittet und sagt, dass er gerade mit einem Kreuzfahrtschiff untergegangen ist. Muss man hier nicht eher den Veranstalter und die Verantwortlichen die Schuld geben, da sie die Rückreise ja eigentlich hätten organisieren müssen. Man hätte ja der Bahn zum Beispiel Bescheid geben könne oder Ähnliches…
Das Meckern über die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn hat sich hierzulande ja schon fast zu einer Art Volkssport entwickelt, bei dem sogar gerne der eine oder andere mitredet, der nur selten oder gar nicht Zug fährt. In Sachen Pünktlichkeit konnte das Unternehmen nun jedoch mit guten Nachrichten aufwarten: 2011 konnte die Bahn die Pünktlichkeit steigern.
Kamen 2010 72,4 Prozent aller Fernzüge rechtzeitig, so waren es 2011 80 Prozent. Das bedeutet, dass jeder fünfte Fernzug sechs Minuten oder mehr verspätet war. Was unter sechs Minuten liegt wird von der Bahn als pünktlich gewertet. Die Züge im Nahverkehr erreichten im vergangenen Jahr laut dem Unternehmen zu 93,2 Prozent die Stationen rechtzeitig.
Besonders das bisher ausbleibende Winterchaos dürfte der Bahn bei dieser guten Statistik geholfen haben. So konnte man sich in Sachen Pünktlichkeit im Dezember 2011 im Fernverkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 76,6 Prozent auf 84,5 Prozent verbessern. Im Nahverkehr stieg die Quote von 91,6 Prozent auf 94 Prozent an.
Die App DB Navigator ist so manch einem, der häufig mit der Bahn fährt mit Sicherheit bekannt, wenn nicht sogar schon Pflicht. Gut 250.000 Haltestellen von ICE, S-Bahn, Straßenbahn und Bus werden hier samt Fahrplan angezeigt. Die App wurde nun von der Deutschen Bahn aktualisiert und durch die separate Fahrkarten-Applikation DB Tickets sinnvoll ergänzt.
Die neue Version des DB Navigators richtet die Suche nach der besten Verbindung an der aktuellen Verkehrslage aus. Außerdem werden Fußwege auf der Karte besser dargestellt. Hat man auch die neue kostenlose App DB Tickets auf sein Handy geladen, dann lassen sich direkt nach der Verbindungssuche auch Fahrkarten buchen. Diese sind jederzeit auf dem Handy abrufbar.
Angeboten werden Die Handytickets für fast alle Verbindungen der Deutschen Bahn ab 51 Kilometer, sowohl Spar- als auch Normalpreise samt Bahncard für bis zu fünf Personen. Ein entsprechendes Benutzerkonto bei der Deutschen Bahn ist dazu natürlich erforderlich.
In diesem Jahr hält sich der Winter ja noch ziemlich zurück, doch auch wenn der eine oder andere bereits Frühlingsgefühle entwickelt, bleiben uns noch ein paar Monate, in denen Schnee und Eis zuschlagen können. Die Bahn sieht dem in diesem Jahr nach eigenen Angaben gelassener entgegen als noch im vergangenen Winter.
Der Technik-Vorstand der Bahn, Volker Kefer, sagte dem Magazin „Der Spiegel“, dass man alleine die Zahl der Räumkräfte auf rund 20.000 verdoppelt habe. Im Zwei-Schicht-Betrieb sei man tagelang in der Lage bei starkem Schneefall das Schienennetz und auch die Bahnhöfe vom Schnee zu befreien.
Er räumte ein, dass man im letzten Winter von dem Winterchaos überfordert war. Daraus habe man nun jedoch gelernt und sich besser vorbereitet. Auch wir haben an dieser Stelle bereits über die Maßnahmen berichtet. Zum Beispiel wurden 700 Weichen zusätzlich mit Heizungen ausgestattet, die ein Einfrieren verhindern sollen. Ob diese Vorbereitungen ausreichend waren, wird sich wohl schon bald in der Praxis zeigen.