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Archiv für die Kategorie ‘Touch and Travel’

Touch&Travel jetzt auch mit iPhone App nutzen

4. Januar 2011 Keine Kommentare

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Touch & Travel

Wie wir bereits im September vermutet hatten, ermöglicht die Bahn neue Methoden, um sich in das Touch & Travel Systeme einzuloggen. Bisher setzte man exklusiv auf die NFC-Technologie, die anders als z.B. in Japan, aber nur extrem gering in Deutschland verbreitet ist und nur von wenigen Handymodellen unterstützt wird.
An morgen ist dann also auch das einwählen per iPhone und drei Methoden möglich Positionsbestimmung (mittels Geokoordinaten),
Abfotografieren des 2D-Barcodes und die Eingabe der Touchpoint-Nummer.

Dazu haben wir ganz frisch den folgenden Newsletter erhalten:

———————————-
Sehr geehrter Herr…..,

wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Jahr 2011.
Wie angekündigt werden in diesem Jahr zusätzliche Technologien getestet,
um weitere An- und Abmeldearten auf Attraktivität und Anwendbarkeit zu prüfen.

Mit diesem Schreiben möchten wir Sie exklusiv informieren, dass am 05. Januar 2011
die Touch&Travel iPhone App erscheint. Analog zur Nutzung der NFC-Technologie meldet
sich der iPhone Nutzer kurz vor bzw. nach der Fahrt über die Touch&Travel Applikation
an bzw. ab.
Der Preis wird wie gewohnt nach der Fahrt auf dem Display angezeigt und am Monatsende
erfolgt die Abrechnung.
Die Touch&Travel iPhone App unterstützt drei An- bzw. Abmeldearten: Positionsbestimmung (mittels Geokoordinaten),
Abfotografieren des 2D-Barcodes und die Eingabe der Touchpoint-Nummer.

Falls Sie über ein iPhone verfügen, können Sie sich auch für die iPhone App anmelden
und so neben der NFC-Technologie auch die iPhone App nutzen.
Detaillierte Informationen über die Technik, das Streckennetz sowie die Registrierung
zur Nutzung der Touch&Travel iPhone App stehen ab 05.Januar 2011 – sobald die App im App Store
erhältlich ist – auf der Website www.touchandtravel.de zur Verfügung.

Für weitere Fragen steht Ihnen auch die Touch&Travel-Kundenbetreuung unter der
Rufnummer 0800- 330 430 1 oder per E-Mail unter info@touchandtravel-portal.de zur Verfügung.
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Hinweis: An den Haltestellenaushängen der Berliner U-Bahn wurden
erstmals Touchpoint-Aufkleber angebracht.
Diese können nur mit der Touch&Travel iPhone App genutzt werden und nicht mit Ihrem NFC-Handy,
da diese keinen NFC-Chip enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Touch&Travel Team

Arbeitet die Bahn an neuem Touch & Travel System?

23. September 2010 1 Kommentar

Touch Travel Arbeitet die Bahn an neuem Touch & Travel System?Seit mehr als einem Jahr führt die Deutsche Bahn einen Feldversuch mit dem Touch & Travel-System durch. Dabei können die Reisenden sich mit einem Handy vor Abfahrt in das Touch & Travel-System einchecken und erwerben somit einen Fahrausweis. Bei Fahrtende checkt man dann wieder mit dem Handy aus dem System aus und das System errechnet dann, was der für den Fahrgast optimale Fahrschein für diese Fahrt gewesen wäre.
Am Ende eines Monats erhält der Fahrgast dann eine Sammelrechnung über alle Fahrten und zahlt dann bequem per Lastschrift.

Dieses System fuktioniert über sogenannte RFID-Chips (radio-frequency identification), die im Handy verbaut sind. Über dieses System kann der Standort und auch der einzelne Fahrgast zweifelsfrei identifiziert werden. Um sich einzuchecken, startet der Fahrgast eine App auf dem Handy und hält das Handy an den Touchpoint an der Haltestelle.

Das System funktioniert an sich einwandfrei, jedoch hat die RFID-Technik in Deutschland eine weit geringere Verbreitung als in anderen Ländern. In Japan wird RFID in Handys sehr häufig zum bezahlen verwendet und ist dort quasi der Nachfolger der Kreditkarte.

Aktuell werden in Deutschland aber nur zwei Handy-Modelle, die einen RFID-Chip besitzen. Da aber nicht jeder potentielle Kunde von Touch & Travel extra auf eines der beiden Samsung-Handys ausweichen will, ist vor allem die RFID-Verbreitung ein großes Problem für den Erfolg von Touch & Travel.

In einer aktuellen Umfrage an Touch & Travel-Testkunden waren nun erste Hinweise auf ein Überdenken der RFID-Lösung zu finden. So wurden die Kunden gefragt, wie attraktiv andere Möglichkeiten des Eincheckens in das Touch & Travel-Systems für den Kunden sind.

Alternativen zur derzeit verwendeten RFID-Technik waren im Fragebogen zum einen das Einchecken per Eingabe eines Zahlencodes. Hier besteht jedoch die Gefahr, daß die Fahrgäste diesen Code auch während der Fahrt eingeben können, d.h. es wäre möglich schwarz zu fahren und erst beim bemerken einer Fahrgastkontrolle schnell den Code einzugeben, es sei denn der Code an der Einstiegsstelle würde sich fortlaufend ändern, so daß man nur den Code eingeben kann solange man sich noch in der Nähe der Haltestelle befindet.
Der Vorteil des Systems wäre, daß quasi jedes Mobiltelefon den Service verwenden könnte, also auch preiswerte oder ältere Geräte.

Als nächste Option war das Einchecken pe GPS-Ortung angegeben. Die GPS-Ortung funktioniert auf ca. 50 bis 100 Meter Umkreis vom Standort. Der Nutzer würde bei dieser Option alle Haltestellen im georteten Umkreis angezeigt bekommen und müsste dann aus dieser Liste selbst wählen, ob er gerade in einen Zug, Bus, Straßenbahn oder die S-Bahn einsteigt. Neben der Ungenauigkeit und dem großen Radius von GPS, besteht das Hauptproblem von GPS in der Ortung in geschlossenen Räumen oder unterirdischen Stationen, die nicht ohne weiteres möglich ist, da das Satellitensignal dort nicht empfangen wird.
Die Verbreitung von GPS-Mobiltelefonen steigt derzeit stark, da die meisten hochwertigeren neuen Handys einen GPS-Empfänger besitzen, der unter anderem auch die Handynavigation ermöglicht.

Die dritte Option, zu der die Fahrgäste befragt wurden, sind QR-Codes. QR Codes sind kleine quadratische Schwarz-Weißmuster, in denen bestimmte Informationen verschlüsselt sind. Diese Codes werden von der Bahn bereits auf Online-Tickets verwendet, die man sich als Fahrgast zu Hause ausdrucken kann, aber auch die Lufthansa erlaubt den Check-In per Handy, wenn auf dem Handy der QR-Code angezeigt wird.
Um einen QR-Code auszulesen, müsste der Fahrgast dann eine App starten und mit der Handykamera den QR-Code am Touchpoint abfotografieren, um sich einzuloggen. Da viele Handys eine Kamera besitzen ist das eine gute Lösung, die eine weite Verbreitung finden könnte, allerdings muss für das Handy eine QR-Lesesoftware installiert werden. Da es aber eine Vielzahl verschiedener Betriebssysteme (z.B. Symbian, Android, iOS, Blackberry, Windows Mobile etc.) gibt, und diese auf den Geräten in unterschiedlich alten Versionen vorhanden ist, dürfte es schwierig sein flächendeckend funktionierende QR-Reader für alle Handys anzubieten.
Zudem gibt es hier das gleiche Problem wie beim Zahlencode. Fahrgäste könnten sich den QR Code abfotografieren, ausdrucken und dann erst während der Fahrt, kurz vor einer Fahrkartenkontrolle den mitgeführten, ausgedruckten QR-Code fotografieren.

Wir können also gespannt sein, in welche Richtung sich das Touch & Travel-System weiter entwicklen wird. Der Kundennutzen liegt jedenfalls auf der Hand, da der Gang zum Schalter und Fahrkartenautomat und das Hantieren mit Kleingeld entfällt.

Touch and Travel…Einfacher geht es kaum

1. August 2010 Keine Kommentare

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Touch and Travel

Mit dem Touch and Travel der Deutschen Bahn AG wird das Reisen jetzt noch leichter. Dank modernster Technik, gehört zeitaufwendiges Schlange stehen am Ticket Automaten endlich der Vergangenheit an. Alles was man für die neue Art des einfachen Reisens benötigt, ist ein Handy. Zukünftig sollen diese nämlich mit der sogenannten NFC Übertragungstecknik (Near Field Communication) ausgestattet werden, die es dem Handy ermöglicht an einem bestimmten Touchpointterminal am Bahnsteig, Daten beim Einsteigen zu speichern und sie beim Austeigen an besagten Terminals wieder auszulesen. Wenn sie zum Beispiel in Hamburg in einen Zug steigen, halten sie einfach das Handy vor der Fahrt an einen Touchpointerminal und der Chip im Telefon speichert den Einstiegsort. Wenn sie nun in Dortmund am Bahnhof wieder austeigen, begeben sie sich einfach erneut an einen der Terminals und der Chip auf dem Handy berechnet die Fahrtroute und die Fahrtkosten. So können sie bequem von A nach B reisen, ohne eine Fahrkarte ziehen zu müssen. Die entstehenden Kosten werden ihnen dann am Monatsende per Rechnung nach Hause geschickt.

Aber nicht nur in der Bahn soll diese Technik Einzug halten. Auch in Bussen und Straßenbahnen soll dieses Touch and Travel Verfahren angewendet werden. Einfach vor Beginn der Fahrt mit dem Handy einen Terminal aufsuchen, eine Taste drücken und schon kann die Fahrt losgehen. Um sicherzustellen dass man am Startbahnhof auch wirklich einen Touchpointerminal aufgesucht hat, werden im Nahverkehr zum Beispiel Kontrolleure mit einem mobilen Terminal überprüfen, ob die entsprechenden Daten sich auf dem Chip ihres Handys befinden. In Zügen übernehmen Schaffner zukünftig diese Aufgabe. Dazu wird lediglich ihr Handy benötigt, das bequem an den mobilen Terminal gehalten wird. Die Daten werden übermittelt und die Kontrolleure können so Schwarzfahrer schnell erkennen.

Wann das Touch and Travel System letztendlich wirklich Einzug hält ist aber nach wie vor nicht klar. Momentan befindet es sich noch in der Erprobungsphase. 200 Testnutzer probieren es momentan in ausgewählten Bahnhöfen in Deutschland aus. So unter anderem in Berlin und Hannover.

Die Leute die beim Bahn fahren auf den einen oder anderen Rabatt hoffen, werden vermutlich enttäuscht werden. Zwar soll das System laut Bahnchef Mehdorn zuverlässig und transparent sein, allerdings werden Frühbucherrabatte zukünftig der Vergangenheit angehören da sich die Kunden erst unmittelbar vor Reiseantritt an den Terminals anmelden können. Wenn sich das System des Touch and Travel wirklich durchsetzen sollte wird dieser Punkt dem einen oder anderen Bahnkunden sicherlich sauer aufstoßen.