
cc by flickr/ species_snob
Vom 8. bis zum 20. Februar findet in Garmisch-Partenkrichen die Ski-Weltmeisterschaft statt. In diesem Zusammenhang wird natürlich mit einem großen Menschenansturm gerechnet.. Der Veranstalter rechnet mit 15.500 Besuchern am Tag, davon 9.000 aus dem Ausland. Da es auf den Straßen so schnell zu Staus kommen kann, rät man zur Nutzung der Bahn.
Diese rüstet sich momentan auf den Ansturm. 4.000 zusätzliche Passagiere jeden Tag erwartet man. 88 Sonderzüge, also vier für jeden Tag sollen hier ausreichen. Zwei starten täglich vom Münchner Hauptbahnhof, je einer fährt von Innsbruck und Reutte. Die normalen Züge werden um bis zu zwei Waggons verstärkt.
Sollte noch mehr Andrang sein, hat man zudem Reservezüge bereitgestellt. Na, hoffen wir, dass es ausreicht. Mit der Bahn fahren macht in dieser Zeit auf jeden Fall mehr Sinn als mit dem Auto, zumal man mit dem WM-Ticket am Stichtag die Züge und S-Bahnen umsonst benutzen kann.
In letzter Zeit hörte man immer wieder in den Medien von Überfällen und Gewalt an Bahnhöfen. Prominentestes Beispiel war der sogenannte S-Bahn-Held Dominik Brunner. Die Bahn reagiert nun auf die Vorfälle und hat angekündigt die Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen zu erhöhen.
Zwar betonte das Unternehmen, dass in Zügen und Bahnhöfen weniger Straftaten verübt werden als im öffentlichen Raum, jedoch wolle man in den nächsten Jahren über 31 Millionen Euro zusätzlich in die Sicherheit investieren.
Rund 300 weitere Sicherheitskräfte würden eingestellt. Bisher sind rund 3.200 Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betreut, hinzu kommen um die 5.000 Bundespolizisten. Desweiteren plant die Bahn die Videoüberwachung zu verstärken.
Die meisten Gewalttaten in Zügen oder Bahnhöfen passieren im Umfeld von Fußballspielen, Volksfesten und großen Konzerten. Hier möchte die Bahn das Personal aufstocken.
Seit 2004 vergibt das Verbände-Bündnis „Allianz pro Schiene“ jährlich den Preis für die besten Bahnhöfe Deutschlands. Ausgezeichnet werden jeweils ein Großstadt- und ein Kleinstadtbahnhof. Dieses Mal machten das Rennen die Bahnhöfe in Darmstadt und Baden-Baden und dürfen sich „Bahnhöfe des Jahres 2010“ nennen.
Darmstadt überzeuge u.a. mit einem großen Park, weshalb es „Deutschlands grünster Bahnhof“ ist. In der modernisierten Halle fügen sich Glas und Jugendstilelemente gut zusammen. Auch in Sachen Service konnte Darmstadt punkten. So gibt es im Reisezentrum beispielsweise rote Ledersessel für Wartende am Schalter.
Baden-Baden gefiel der Jury aufgrund der kurzen Wege. Café, Hotel, Busbahnhof sind hier unter einem Dach. Auch die gesonderten Abstellplätze für Motorräder und Fahrräder kamen laut Begründung gut an.
Einen Sonderpreis erhielt das hessische Eschwede, wo eine neue Strecke samt Station eröffnet wurde. Na dann, beim nächsten Halt in Darmstadt oder Baden-Baden also mal drauf achten…
Rund 100.000 Menschen steigen am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen täglich zu oder um. Ein Grund für die Bahn diesen „wichtigen nördlichen Verkehrsknoten“ weiter auszubauen. Aktuell werden Pläne für ein großes Empfangsgebäude ausgearbeitet.
Dieses soll auf dem Hanne-Sobek-Platz entstehen. Wie groß es sein wird und was es beinhalten soll, darüber wird noch heftig diskutiert. Die einen sprechen sich für einen reinen Service-Bereich der Bahn aus, während die anderen ein Zentrum mit zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie befürworten.
Fragt sich nur, ob am Bahnhof Gesundbrunnen ein weiteres Zentrum Sinn macht, denn ein entsprechendes Center befindet sich dort bereits. Fakt ist aber auch, dass der kleine Service-Pavillon auf der Bahnhofsplatte über den Gleisen für die Anzahl an Passagieren nicht mehr wirklich ausreicht. Wir sind auf die Entscheidung gespannt…
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