Deutsche Bahn: Debatte um Schiffbrüchige der Costa Concordia
Seit Tagen beschäftigen sich die Medien mit dem Schiffsunglück vor Italien. Neben immer neuen Bildern von den Rettungsarbeiten auf der Costa Concordia hören wir auch immer wieder Einzelschicksale von Überlebenden. Nun wird in diesem Zusammenhang auch die deutsche Bahn kritisiert, denn sie hat einem Ehepaar, das von der Costa Concordia kam die Mitfahrt verweigert.
Das Paar kam nach einer wahren Odyssee mit dem Reisebus in Frankfurt an. Dort wollten sie in den Zug steigen um endlich zuhause anzukommen. Nur leider hatten sie ihre Bahntickets, ihre Wertsachen und auch das meiste Geld bei der Havarie der Costa Concordia verloren. Die Bahnmitarbeiter ließen sich nicht erweichen und das Ehepaar einfach am Bahnhof stehen. Absolut übernächtigt und in Hausschuhen mussten sie ihren Sohn anrufen, der sie schließlich in Frankfurt abholte.
Die Bahn wird nun von allen Seiten bombardiert. Von der menschlichen Seite her, natürlich absolut zurecht. Aber auf der anderen Seite würden sicherlich einige von uns ebenso reagieren, wenn jemand um eine kostenlose Fahrt bittet und sagt, dass er gerade mit einem Kreuzfahrtschiff untergegangen ist. Muss man hier nicht eher den Veranstalter und die Verantwortlichen die Schuld geben, da sie die Rückreise ja eigentlich hätten organisieren müssen. Man hätte ja der Bahn zum Beispiel Bescheid geben könne oder Ähnliches…



